Der Tod Jesu, komponiert im Winter 1754 zu 1755, markiert den Beginn der letzten Schaffensphase Telemanns, die üblicherweise als „Spätwerk“ bezeichnet wird. Eindrucksvoll die instrumentale Einleitung, die mit ihren vielen Pausen, den schmerzhaften Horntrillern und den absteigenden Seufzermotiven vor allem in den Streicherstimmen die Zuhörenden gleichsam in eine für das Folgende passende Stimmung versetzt. Gewiss greift Telemann dabei auf tradierte, von ihm tausendfach erprobte Elemente der barocken Affektenlehre zurück, doch findet sich auch radikal Neues im Tod Jesu.

Auszug aus "Der Tod Jesu", Roland Fitzlaff


Veranstalter: Telemann-Gesellschaft Schweiz in Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Wettingensis.

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