Mit dem Stück

«Come in and stay a while»,

laden wir Sie herzlich ein, «hereinzukommen und zu verweilen», um endlich wieder schöne Musik zu geniessen und sich von ihr berühren zu lassen.

 

18. September 2021, 19:30 Uhr
Aula Schulhaus Margeläcker
Serenade

Your shining eyes

Elena Dietrich, Sopran
Désirée Mori, Alt
Livio Schmid, Tenor
Martin Roth, Bass
Arianna Congedi, Klavier
Schola Cantorum Wettingensis
Stefan Müller, Leitung
Apéro nach dem Konzert
 

Zutritt nur mit gültigem Covid-19 Zertifikat.
Es gelten die Covid-19 Vorgaben des BAG

Tickets:

CHF 25 | CHF 15 für Jugendl. bis 16 J. / Legi

Der Vorverkauf ist beendet. Tickets nur noch an der Abendkasse erhältlich.

Abendkasse  eine Stunde vor Konzertbeginn
Auskunft  tickets@schola.ch

Vokalensemble

Elena Dietrich

singt, spricht, orgelt, klaviert.

Als Kind einer Musikerfamilie schon früh mit den Realitäten des Musikerberufs konfrontiert, beharrte sie darauf, keine Laufbahn in diese Richtung zu verfolgen. Nach einem zweijährigen Intermezzo am Chemiedepartement der ETH Zürich eines Besseren belehrt, studiert sie seit September 2019 bei Judith Schmid Gesang an der Hochschule Luzern. Nebst dem klassischen Repertoire widmet sie sich mit grosser Begeisterung der Zeitgenössischen Musik und legt grossen Wert auf die Schnittmenge von Sprache/Musik. Ausserdem ist Elena Dietrich für verschiedene Chöre als Korrepetitorin und seit 2017 als Hauptorganistin der Reformierten Kirchgemeinde Würenlos AG tätig.

Désirée Mori

Die schweizerisch-italienische Mezzosopranistin Désirée Mori tritt schweizweit regelmässig auf. Neben den grossen, solistischen Partien unter anderem in Monteverdis „Marienvesper“, Bachs „Johannespassion“ und „Matthäuspassion“ oder Pergolesis „Stabat Mater“ arbeitet sie leidenschaftlich an eigenen szenischen Programmen, Opern- und Kammermusikprojekten.

Seit September 2020 studiert Désirée Mori an der Zürcher Hochschule der Künste im Master of Arts Performance bei Prof. Sebastian Geyer.

Die Mezzosopranistin stand bereits früh auf der Bühne mit Chören, Big Bands, Musicalproduktionen und eigenen Band-Projekten. I Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet die Sängerin klassische Stimmbildung und hat eine Festanstellung an der Musikschule Wettingen.

Livio Schmid

Livio Schmid kommt aus Luzern, wo er bei Prof. Liliane Zürcher an der HSLU studiert hat. Zurzeit führt er seine Gesangsausbildung bei Daniel Behle in Basel fort. Livio Schmid singt als Solist und Ensemblesänger in der ganzen Schweiz. Er tritt unter anderem regelmässig mit dem Collegium Musicum in der Jesuitenkirche Luzern auf (z.B. in J.S. Bachs Weihnachtsoratorium) und war in mehreren Produktionen im Opernchor des Luzerner Theaters zu erleben. Im vergangenen Jahr sang er im Stadttheater Sursee in der erfolgreichen Inszenierung der Operette Frau Luna. Mit der Free Opera Company ZH war er im Herbst 2020 in Luigi und Federico Riccis Oper Crispino e la comare zu sehen.

 

Martin Roth

Martin Roth, Bariton, ist in Chur aufgewachsen. Nach zwei Jahren Vorstudium bei Hubert Saladin absolvierte er den Bachelor of Arts und den Performance Master in Luzern bei Prof. Peter Brechbühler und seinen Master of Arts in Music Pedagogy in Zürich bei Scot Weir. Momentan nimmt er Unterricht bei Ivan Konsulov.

Er tritt regelmässig als Solist in Konzerten auf und sang bereits namhafte Werke wie Haydns Schöpfung, Rossinis Petite messe solennelle, Mozarts Requiem, Bachs Johannespassion. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich der Oper. Bei der Opernbühne Opernhausen sang er seine ersten Rollen. Es folgten Partien wie: Gregorio in Gounods Roméo et Juliette (Luzerner Theater 2018), Maestro in Salieris Prima la musica (ZHdK 2019), Conte Roccamonte in Raimondis Il ventaglio (Free Opera Company 2019), Vater und Berg im Schellenursli (Luzerner Theater 2020).

Klavierbegleitung

Arianna Congedi

Nach einer zweijährigen Ausbildung als Organistin und Chorleiterin studiert Arianna Congedi seit September 2018 Klavier bei Prof. Till Fellner und Korrepetition bei Olaf Storbeck an der Zürcher Hochschule der Künste.  Schwerpunkte ihrer musikalischen Tätigkeit sind, nebst dem klassischen Repertoire, zeitgenössische Musik und Musiktheater. Arianna Congedi ist Pianistin und Arrangeurin im Nyx Ensemble und Kontemporari Trio. Seit 2019 ist sie als Kirchenmusikerin des Pastoralraums Siggenthal tätig.

Chor

Schola Cantorum Wettingensis

Pflege des traditionellen Repertoires – mehrheitlich geistliche Musik – ist der Hauptfokus der Schola Cantorum Wettingensis. Dabei bleibt auch Platz für überraschende und unkonventionelle Programme mit Ausflügen in andere musikalische Sphären.

Seit Juli 2018 leitet Stefan Müller die Schola Cantorum Wettingensis. Mit ihm durfte die Schola schon mehrere Erfolgsgeschichten schreiben, unter anderem ihre Jubiläumskonzerte im Juni 2019 in Zusammenarbeit mit der Sinfonia Baden, wo sie das Publikum mit Werken von J.S. Bach, A. Dvořák und G.F. Händel begeisterte. Mit einem innovativen und unkonventionellen Programm meisterte die Schola beim Herbstkonzert 2019 in der Stadtkirche Baden den Spagat zwischen der mittelalterlichen Musik von G. de Machaut und der Musik der 68er-Jahre.

Leitung

Stefan Müller

Stefan Müller studierte Klavier, Orgel und historische Tasteninstrumente sowie Schulmusik und Chorleitung (Kantorenstudium). Lehrer an der Kantonsschule Wettingen, Kirchenmusiker in Döttingen (Projektchor unteres Aaretal St. Johannes). Leitung des Konzertchores Schola Cantorum Wettingensis und des Kirchenchores St. Josef, Horgen. Konzerttätigkeit als Instrumentalist und Chorleiter; als solcher früher Chorarbeit mit jungen Stimmen am Gymnasium, heute mit Laien, Projektchören und professionellen Ensembles, vor allem auf dem Gebiet der Alten Musik. Beschäftigung mit historischen Tasteninstrumenten und Studium deren Spielart. Auseinandersetzung mit den Tempoangaben des 19. Jh. (metrische Lesart der Metronomangaben). Intensiver Einsatz für Neue Musik im erweiterten Tonsystem (24-tönige Tastatur) als Komponist und Interpret. Entwicklung neuer vieltöniger Instrumente und eigener Stimmungen. Rotkreuzpreis AG 2017 und NAB-Charity-Preis 2020 für das «Musikalisches Fenster», Musik auf der Palliativstation. Diverse CD-Veröffentlichungen, zuletzt «Bach-ganz leise: Musikalisches Opfer» und «Inventionen».

Historische Musikinstrumente

Virginal-Polygonal nach Giovanni da Pertici von 1672

Schiedmayer-Druckwind-Kunstharmonium von ca. 1890

Das Schiedmayer-Druckwind-Kunstharmonium von ca. 1890 hat einen warmen, sonoren Klang. Die Klangerzeugung erfolgt über Metallzungen wie beim Akkordeon oder der Mundharmonika, der Luftstrom wird mechanisch mittels Fusspedalen und Blasebalg erzeugt. Im Gegensatz zur Orgel kann man mit den Fusspedalen die Dynamik des Tones mittels „Expression“ an- oder abschwellen lassen, weshalb das Harmonium in der Romantik sehr beliebt war. Ein weiterer Vorteil des Instrumentes ist, dass auch sehr tiefe Töne mit wenig Platzbedarf realisiert werden können, was der grundtönigen, romantischen Ästhetik entspricht. Im Gegensatz zum französischen Typus schnarrt das süddeutsche Harmonium weniger, es orientiert sich stärker am Orgelklang. 

Das Fender-Rhodes ist ein Glockenspiel mit elektrischer Klangverstärkung. Wie beim barocken Glockenspiel oder bei der romantischen Celesta hat das Instrument Metallstäbe, die wie beim Klavier mittels Hammermechanik angeschlagen werden. Das Instrument war in den frühen Siebzigerjahren sehr beliebt (DOORS, Led Zeppelin etc.) und erlebt seit den 1990er Jahren ein Revival.

Das italienische Virginal-Polygonal nach Giovanni da Pertici von 1672 (Cembalo da Chiesa)
Im Italien des Frühbarock wurden drei Kategorien von Cembali gebaut : „cembali da chiesa“, „cembali da theatro“ und „cembali da camera“. Die Virginale und Polygonale gehörten zu den cembali da chiesa, weil sie sich mit ihrem kräftigen und warmen Klang ideal den akustischen Gegebenheiten der großen Kirchenräume anpassten. Das italienische Reisevirginal basiert auf dem Nachbau eines 8′ Polygonals von Giovanni da Pertici, Firenze 1672 mit dem Ambitus C/E – c“‘. Wie beim Cembalo werden die Seiten beim Polygonal gezupft; die Seiten sind aber hier rechtwinklig zur Tastatur angeordnet.

Text und Fotos: Stefan Müller

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