Pressestimmen und Impressionen

Mit grossem Vergnügen hab ich euch zugehört und ich muss sagen, dass mir die Verbindung resp. die Brücke von frühmittelalterlicher Musik ( mit all ihren Schlichtheiten) zur komplexen Struktur der Arrangements total neue Infos zugespielt hat. Es war auch schön zu sehen, wie ihr die verschiedenen Kompositionen mit Ernst oder Swing gestaltet habt.

Ein «mutiges» Programm, welches Entdeckerfreuden weckt. Und was ein Regal ist, weiss ich jetzt auch! Super, der Übergang zur Neuzeit mit dem Abschalten der Bälge: «de Pfuus isch duss», das Reine verschwindet, die Chromatik und Dissonanz nehmen zu.

So macht doch Musik Freude…. experimentell Alt – Neues zusammenfügen.

Präsidentin OPUS 48, Zofingen

 

Seit 70 Jahren gibt es die Schola Cantorum Wettingensis als Konzertchor, ich selber bin noch nicht 2 Jahre dabei und durfte trotzdem schon viel Schönes erleben. Das gemeinsame Konzert mit dem Orchester sinfonia.baden war bisher sicher das Eindrücklichste.

Mit dem Chor haben wir uns die Stücke über viele Monate erarbeitet und im Juni in gemeinsamen Proben mit dem Orchester zusammengesetzt. Bei den Abschlussproben mit den Solisten merkte ich plötzlich, wie sich die Musik entfalten konnte aus dem Zusammenspiel des Orchesters mit dem Chor und den Solostimmen. Richtig vorstellen konnte ich mir die Gesamtwirkung aber nicht, bis sie an den Aufführungen in Baden und Wettingen entstand. Es war überwältigend und ein tolles Gefühl ein Teil davon zu sein und zu spüren, wie die Zuschauer die Musik miterlebten.

Ich bin sehr froh, dass ich nach vielen Jahren als Zuhörerin den Mut fand auch wieder selber mitzusingen. Bitte traut euch auch. In der Schola fühlt man sich schnell zu Hause, nicht zuletzt weil wir uns immer mit Freude gegenseitig unterstützen bis (fast) alle Stellen passen.

Verena Schmidt, alto

 

Die Schola Cantorum Wettingensis präsentierte sich kurz vor der Adventszeit mit einem äusserst anspruchsvollen Programm in der voll besetzten Reformierten Kirche Fislisbach.

 Unter der Leitung von Stefan Müller erschallte der 50-köpfige Chor mit aller Macht, aber auch mit feinfühliger Poesie. Professionell ergänzt wurde er mit dem timbrevollen Bariton von Markus J. Frey und dem innigen Klavierspiel von Rahel Sohn mit Richard Wagners Vorspiel zu Parsifal und Felix Mendelssohn’s 42. Psalm «Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser», zusammen mit Jonas Herzog am Harmonium.

Ob Chor, ob Solisten, es war ein immediates Eintauchen in die fesselnde Klangfülle der Musik der deutschen Romantik, voller Emotionen des breitesten Spektrums. Wagners «O du mein holder Abendstern» aus seiner Oper Tannhäuser (Bariton Markus J. Frey) und aus eben dieser Oper auch der Pilgerchor umrahmten glaubensstark die Bittgesänge und die Messe von Moritz Hauptmann – einem Zeitgenossen Wagners – sowie Mendessohn’s Vertonung des 42. Psalms.

Als Zugabe durfte das begeisterte Publikum noch in den Genuss von Hauptmann’s «Abendlied» kommen, ein absolut passendes musikalisches Schusswort zum Introitus „O du mein holder Abendstern“.

Text: Annelies Hubler / Foto: Markus Suter

 

Imposante chorale Gesänge erfüllen an diesem Freitagabend die alten Gemäuer der katholischen Stadtkirche. Zwischen heiligen Figuren und prunkvollen Bildern präsentieren rund sechzig Sängerinnen und Sänger des Chors Schola Cantorum Wettingensis zusammen mit dem Orchester Collegium Cantorum das Oratorium Paulus von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Drei Solisten erzählen dabei die Haupthandlung. Mit ihrer klaren hellen Sopranstimme lässt Maria Schmid an diesem Abend die Fenster der Kirche erzittern, während Claude Pia seine kraftvolle Tenorstimme einsetzt und Rudolf Rosen den Bass singt. Alle drei Solisten ziehen den Zuhörer dabei mit eindrucksvollem Gesang in ihren Bann. Im Stück entsteht zwischen den Solisten und dem Chor ein Wechselspiel. Kraftvoll und emotional kommentiert der Chor das Geschehen oder unterstützt die Handlung. Unter der Leitung von Roland Fitzlaff erfüllen die Stimmen der Sänger den Kirchensaal. Dabei bietet das Oratorium eine Vielfalt an musikalischen Formen und Besetzungen. …

az Aargauer Zeitung, 31. Mai 2015, Barbara Scherer

 

«Wir freuen uns auf das Experiment. Es ist speziell eine Konzertsaison auf einen Tag zu komprimieren.» Mit diesen Worten begrüsste der musikalische Leiter der Schola Cantorum Wettingensis, Roland Fitzlaff, die zahlreich Erschienenen zum Singtag in der Aula des Schulhauses Margeläcker in Wettingen. …

Die mit grossem Eifer einstudierten Werke wurden mit Instrumentalbegleitung und einer Solistin in einem für das Publikum kostenlosen Konzert im Konzertsaal Margeläcker dargeboten. Die Konzertsaison «en miniature», die so in der Region noch nie vergleichbar organisiert wurde, erfreute sich grosser Beliebtheit. Fast 60 Interessierte nahmen das Angebot der Schola wahr und probten, klatschten, summten und sangen zusammen mit den Konzertchormitgliedern.

… Auch Gerhard Humbel aus Fislisbach erlebte am Singtag die Chorarbeit zum ersten Mal: «Ich habe noch nie in einem Chor gesungen. Es gefällt mir sehr gut. Ich finde den Singtag eine super Idee. Man lernt neue Leute kennen und wie man Werke einstudiert.»

az Aargauer Zeitung, 22. Februar 2015, Sibylle Egloff