17. Juni 2023: «An die Freude» - Schola Cantorum Wettingensis - Stadtkirche Baden Chorherrenhaus Foto: Markus Suter
Die Aufführungen von Beethovens Missa solemnis im November 2025 in Baden und Wettingen wurden vom zahlreichen Publikum mit Begeisterung aufgenommen.
Mit dem Stabat Mater von Antonín Dvořák steht nun ein weiteres Highlight der Musikgeschichte auf dem Programm der Schola Cantorum Wettingensis.
Singen sie mit in der Schola
Wir proben jeweils am Dienstag, 19:30 — 22:00 Uhr in der Aula Schulhaus Margeläcker. Auch Projektsänger/-innen sind willkommen. > Infos & Anmeldung
Konzerte
27. Juni 2026, 20:15 Uhr | Stadtkirche Baden
28. Juni 2026, 17:00 Uhr | Kirche St. Anton, Wettingen
Antonín Dvořák
Stabat Mater
Daniela Stoll, Sopran
Désirée Mori, Alt
Christoph Waltle, Tenor
Balduin Schneeberger, Bass
Ensembelsolisten
Instrumentalensemble
Schola Cantorum Wettingensis
Stefan Müller, Leitung
Antonín Dvořáks "Stabat Mater" ist ein tief bewegendes, groß angelegtes Werk der geistlichen Musik. Es thematisiert musikalisch das mittelalterliche Gedicht von der Trauer Marias, der Mutter Jesu, unter dem Kreuz. Dvořák fängt die universelle Trauer und das Mitgefühl mit lyrischer Wärme und dramatischer Intensität ein. Es ist ein Meisterwerk des romantischen Oratoriums, das durch seine emotionale Tiefe und melodische Schönheit berührt und Trost spendet.
Solisten
Daniela Stoll, Sopran
Die Sopranistin Daniela Stoll lebt in der Schweiz und hat ihre Wurzeln in Schaffhausen. Ihr Gesangsstudium an der Hochschule der Künste Bern schloss sie bei Prof. Rachel Harnisch mit Auszeichnung ab.
Zu Beginn ihrer Laufbahn war sie vor allem im leichten Koloraturfach zu hören. Mit ihrem Debüt als Marzelline in Beethovens Leonore auf Schloss Rheinsberg sowie als erste Dame in Mozarts Zauberflöte auf Schloss Munot erfolgte der Wechsel in ein lyrischeres Fach.
In der Saison 2024/25 war sie in der Titelrolle des Musicals The Missing Days of Agatha Christie zu erleben. Im Frühjahr 2027 wird sie als Helmwige in Wagners Walküre zu hören sein.
Konzertengagements führten Daniela Stoll unter anderem an die National Opera of Ukraine in Kiew, das Kulturcasino Bern sowie ins Musical Theater Basel.
Désirée Mori, Alt
Christoph Waltle, Tenor
Christoph Waltle erhielt seine Ausbildung an der Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau bei Prof. Reginaldo Pinheiro. Nach seinem Studium wurde er Ensemblemitglied am Theater Freiburg, wo er sich ein vielseitiges Opernrepertoire erarbeitete und durch differenzierte szenische Gestaltung profilierte.
Einen besonderen Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens bildet das Oratorium. Er sang u.a. Dvořáks Stabat Mater, Mendelssohns Elias, Bachs Johannespassion sowie Suters Le Laudi. Dieses Repertoire nimmt in seinem Schaffen eine zentrale Stellung ein und prägt sein musikalisches Profil maßgeblich. Sein Konzertrepertoire umfasst Werke der großen Komponisten vom Barock bis zur Moderne.
Gemeinsam mit seinem Pianisten Alessandro Limentani widmet er sich intensiv dem Liedgesang, u.a. mit Schuberts Winterreise und Schwanengesang, Mahlers Des Knaben Wunderhorn sowie Janáčeks Tagebuch eines Verschollenen.
Balduin Schneeberger, Bass-Bariton
Der Berner Bass-Bariton Balduin Schneeberger ist ein gefragter Solist in der Schweizer Konzertlandschaft. Er arbeitet regelmäßig mit unterschiedlichen Ensembles zusammen. Sein Opernrepertoire reicht von Mozart und Rossini bis hin zu zeitgenössischen Werken wie Jonathan Doves „Flight“.
2019 gab er sein Debüt am Luzerner Theater als Marchese d’Obigny in „La Traviata“ und wirkte 2022 in der Naxos-Ersteinspielung von Joachim Raffs „Die Eifersüchtigen“ mit.
Er ist Preisträger der Friedl Wald Stiftung und schloss seine Masterstudien in Musikpädagogik (Prof. Barbara Locher, HSLU) sowie Solo-Performance (Prof. Sebastian Geyer, ZHdK) erfolgreich ab. Wertvolle Impulse erhielt er zudem von Thomas Hampson, Malcolm Walker und Margreet Honig.
Ausblick
21. November 2026, 20:00 Uhr | Ref. Kirche Baden
22. November 2026, 17:00 Uhr | Kirche St. Anton, Wettingen
Joseph Haydn
Messe B-Dur «Harmoniemesse»
Johannes Brahms
Begräbnisgesang
Die Harmoniemesse in B-Dur von Joseph Haydn, verfasst 1802, ist dessen letztes vollendetes Werk, obwohl Haydn erst 1809 starb. Stilistisch vereint das Werk freudige, festliche Abschnitte mit Momenten tiefer Innerlichkeit, etwa im Agnus Dei. Trotz Haydns schwindender Kräfte wirkt die Messe groß angelegt und strahlend – ein würdiger Abschluss seines sakralen Schaffens.
Im Gegensatz dazu ist Brahms Begräbnisgesang op. 10 ein Jugendwerk, Brahms war erst 25 Jahre alt, als er die Komposition vollendete. Seine Vorliebe für archaisch-altmodische Strukturen verbinden sich in diesem mitreissenden Stück ideal mit seinem Interesse für die Theologie im Allgemeinen und für das Alte Testament im Besonderen.
Beide Werke sind für Bläser gesetzt, in reduzierter Fassung von den Bläsersolisten Aargau gespielt. Den Streicher-Part der Harmoniemesse übernimmt ein historischer Bechstein-Flügel, dessen leichter, geschmeidiger Klang gut zur kassischen Aesthetik passt und dem Arrangement rhythmische Prägnanz verleiht, während die Bläser das Cantable betonen.